Regionales
Fastnacht = Zampern und Zapust

Ab Ende Januar wird im Spreewald "gezampert". Das heißt, die jungen Leute gehen durch ihr Dorf und bitten um Speck, Schnaps, Eier oder Geld. Höhepunkt des traditionellen Spreewälder Fastnachttreibens ist dann am nächsten Tag oder Wochenende der Zapustumzug. In Festtrachten zieht die Jugend paarweise durch die Ortschaften und versammelt sich abends zum großen Tanzvergnügen.
Japanhilfe
"Honigbienen" sammeln Geld für Fukushima
Wir erinnern uns: Im letzten März brach eine dreifache Katastrophe über Japan herein. Ein Erdbeben der Stärke 9,0 löste einen 30-Meter-Tsunami aus und der wiederum die verheerende Havarie im Atomkraftwerk Fukushima. Mehr als 20000 Menschen kamen ums Leben. Auch heute noch, nach über einem halben Jahr, haben die Bewohner der Region viele existenzielle Sorgen. "Gerade weil das Leid der Betroffenen aber in den Nachrichten kaum noch eine Rolle spielt, wollen wir dort helfen", sagt SpreewaldMüller-Geschäftsführerin Cornelia Rosner. Deshalb werden für jedes verkaufte Glas "Honigbiene" 10 Cent an das japanische Rote Kreuz gespendet und für den Wiederaufbau der Infrastruktur im Nordosten des Landes verwendet. In diesem Zusammenhang unterhalten die SpreewaldMüller auch persönliche Kontakte zu Menschen, die zwischen Tokio und Fukushima leben.

Norman Mewes (links) von SpreewaldMüller bei japanischen Freunden


SpreewaldMüller ist eine der ältesten Lübbenauer Gurken-Einlegereien. Gegründet 1925 und immer noch im Familienbesitz, beschäftigt der Traditionsbetrieb heute 20 fest angestellte Mitarbeiter, die gemeinsam mit Saisonkräften jährlich etwa 1500 Tonnen feldfrischer Rohware verarbeiten. Eine Spezialität der Firma SpreewaldMüller sind die so genannten Rohkonserven, die aus Fässern heraus verkauft werden. Neben verschiedenen Sorten Spreewaldgurken werden bei Müller zahlreiche andere Sauerkonserven hergestellt, z. B. Sauerkraut, eingelegter Sellerie oder Rote Bete.


