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Gründerfamilie Neubert
Senfgurkenverarbeitung und "Gurken-Marketing"
Anfang der 1920er Jahre.
Beispielhafte Vermarktung von Spreewaldprodukten
in der Vorkriegszeit.
Paul Müller
und der Hof seiner
Einlegerei in den
1960er Jahren.
Müller-Belegschaft in den 1990er Jahren.

Anfang der 20er Jahre gründete Hermann Neubert die heutige Firma SpreewaldMüller unter seinem Namen. Es war eine Zeit, da sich Spreewälder Gurken auf den Wochenmärkten zwischen Berlin und Dresden bereits größter Beliebtheit erfreuten. Neuberts Gurkeneinlegerei bereicherte das Angebot bester Spreewälder Rohkonserven um eine unnachahmlich delikate Geschmacksrichtung.

Die frühen Jahre des Unternehmens waren allerdings Saure-Gurken-Zeiten im negativen Sinne. Weltwirtschaftskrise und Weltkrieg erschwerten eine gedeihliche Entwicklung. Auch unmittelbar nach dem Krieg gab man in Lübbenau der landwirtschaftlichen Produktion von Grundnahrungsmitteln den Vorrang. Rohkonserven wurden nur nebenbei hergestellt.

In den 50er Jahren lief das Geschäft dann etwas besser. 1954 wurde die Firma ins Handelsregister eingetragen und die Produktpalette um Sterilkonserven (Glasware) erweitert. 1959 übernahm Paul Müller, Schwiegersohn des Firmengründers, die Geschäftsleitung. Seinem Engagement ist es vor allem zu verdanken, dass der Familienbetrieb trotz planwirtschaftlicher Reglementierung bis zum Beginn der 70er Jahre zu mittelständischer Größe heranwachsen konnte. 1972 überrollte aber auch ihn schließlich die letzte große Verstaatlichungswelle der DDR: Der Betrieb wurde enteignet und einem volkseigenen Kombinat einverleibt.

Nach der Wiedervereinigung 1990 kam es umgehend zur Rückübertragung der Einlegerei in Familienbesitz. Die Herstellung Spreewälder Gurken nach alter Lübbenauer Tradition und den Erfahrungen dreier Generationen wurde fortgesetzt und der hauseigene Kräuteranbau beträchtlich erweitert. 1993 erfolgte die Umwandlung der Firma in eine Kommanditgesellschaft, 1996 dann in die GmbH & Co.KG.